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Höchste Auszeichnung für Ulrike Heckmann

Staatsekretär Torsten Lang überreichte in Neunkirchen das Bundesverdienstkreuz

„Frau Heckmann hat mir ihrer jahrzehntelangen Arbeit in den verschiedensten sozialen Bereichen einen ebenso bemerkenswerten wie bedeutenden Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet“, gratulierte Staatssekretär Torsten Lang. „Die Würdigung ihres außerordentlichen Einsatzes mit dem Bundesverdienstkreuz ist daher mehr als angemessen, denn die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik  Deutschland wird für besondere Verdienste um das Gemeinwohl verliehen“, so der Staatssekretär. Und weiter: „Für uns im Saarland
sind Werte wie Solidarität und Zusammenhalt, auch über Grenzen hinweg, äußerst wichtig. Daher freue ich mich sehr, mit Ulrike Heckmann eine Saarländerin ehren zu dürfen, die eben diese Werte auf so vorbildliche Weise vertritt und lebt.“
Schon in jungen Jahren hat sich Ulrike Heckmann für die Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt engagiert. Darüber hinaus war sie unter anderem als Gewerkschaftsvertreterin im Frauenrat und machte sich für Gleichberechtigung in Politik und Gesellschaft stark. Bereits
seit 1968 ist sie Gewerkschaftsmitglied bei der HBV (Handel, Banken und Versicherungen), der ÖTV (Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr) und schließlich bei Verdi. Dort betätigte sie sich acht Jahre im Landesbezirksvorstand. Mitte der 70er Jahre bekleidete
Ulrike Heckmann zudem für drei Jahre das Amt der geschäftsführenden Vorsitzenden des Trägervereins für die Fachberatungsstelle
„Pro Familia Neunkirchen“ und setzte sich in dieser Funktion im außergewöhnlichen Maße für die Planung und Umsetzung von Aktivitäten im Bereich der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit ein. Als Stadtverbandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Neunkirchen war sie außerdem nicht nur maßgeblich an der Errichtung eines Frauenhauses beteiligt, das bedrohten und misshandelten Frauen mit ihren Kindern nun schon seit 31 Jahren eine Zuflucht bietet, sondern auch an
der Gründung des späteren Fördervereins. Weiterhin war sie aktiv im Städtepartnerschaftsverein, im Arbeitskreis Stolpersteine, im
Rahmen der Bürgerinitiative Neukirchen Stadtmitte und gründete die inzwischen seit zehn Jahren bestehende internationale
Frauenkochgruppe.

Sie setzt sich insbesondere auch für die Integration und für die gegenseitigen Unterstützung der Teilnehmerinnen ein. Das würdigte auch Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Ulrike Heckmann ist nicht nur durch ihre farbenfrohe Kleidung und ihre extravaganten Brillen aufgefallen, sondern auch und vor allem durch ihr unermüdliches Engagement und ihre Präsenz, dort wo Hilfe und Einsatz notwendig
waren und sind“, so der OB. Beharrlichkeit und Kreativität attestierte ihr Aumann ebenso wie ihren Einsatz für demokratische Strukturen.

Bericht: Wochenspiegel, Foto: Mohr